Lukas Rietzschel

Filmstart: MIT DER FAUST IN DIE WELT SCHLAGEN nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel

Heute ist der Filmstart von MIT DER FAUST IN DIE WELT SCHLAGEN nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel. Nach erfolgreichen Bühnenproduktionen u. a. in Dresden, Düsseldorf und Halle freuen wir uns sehr auf die Verfilmung von Constanze Klaue.

 

"Das Filmdrama 'Mit der Faust in die Welt schlagen' erzählt sensibel von einer Jugend nach der Wende im deutschen Osten." (Süddeutsche Zeitung)

"Klaue gelingt bei alledem das Kunststück, die Schuld dafür, dass zuerst Philipp und dann Tobi sich einer rechten Clique anschließen, nicht allein den Erwachsenen oder den Nachwendezerrüttungen zuzuschreiben. In ihrem atmosphärisch so dichten Erzählen hat der Hintergrund, vor dem sich das alles ereignet, historische Tiefe." (TAZ)

 


Die Brüder Philipp (12) und Tobias (9) wachsen Anfang der 2000er in der ostdeutschen Provinz auf. Die Familie baut ein Haus. Der hagere Uwe, der auf der Baustelle hilft, ist plötzlich tot. Sein Absturz scheint das Schicksal einer ganzen Region widerzuspiegeln: zu viel Alkohol, keine Arbeit und eine DDR-Vergangenheit, von der man sich nicht befreien kann. Mit dem Einzug in das noch unfertige Haus beginnt der Zerfall der Familie. Der Vater wird arbeitslos, die Mutter versucht, die Dinge am Laufen zu halten. Mittendrin Tobi und Philipp, alleingelassen mit sich selbst. Im Gegensatz zur häuslichen und familiären Enge scheint die Landschaft grenzenlos. Endlose Wälder, gelbe Rapsfelder und das türkisblaue Wasser der Steinbrüche, in das man springen kann, um der Langeweile für einen Moment zu entkommen. In einem Leben, in dem es ansonsten wenig Lichtblicke und Vorbilder gibt, wird die Natur zum Rückzugsort. Am Ende bleiben nur noch die älteren Jungs, die Abenteuer versprechen, aber Gewalt und Fremdenhass meinen. Ihnen schließt sich Philipp an. Zum ersten Mal spürt er Sinn und Zugehörigkeit, auch wenn dafür Grenzen überschritten werden. Als in der Nähe ein Flüchtlingsheim entstehen soll, eskaliert die Situation.

 

MIT: Anton Franke und Camille Moltzen als Brüder, sowie Anja Schneider und Christian Näthe als deren Eltern., u.v.a.

 

TEAM:
Buch und Regie: Constanze Klaue
Produzent*innen: Alexander Wadouh, Gabriele Simon, Martin Heisler, Roxana Richters
Bildgestaltung: Florian Brückner
Montage: Emma Alice Gräf, Andreas Wodrascke
Szenenbild: Uli Friedrichs, Michael Schindlmeier
Kostümbild: Sophie Peters
Maskenbild: Elena Ziegler
Sounddesign & Mischung: Paul Rischer
Filmtonmeister: Johannes Doberenz
Musik: PC Nackt
Casting Director: Johanna Hellwig
Farbkorrektur: Gregor Pfüller
Redaktion: Meike Götz, Andrea Hanke, Cooky Ziesche, Barbara Häbe

Flare Film in Koproduktion mit Chromosom Film, Berlin
sowie MDR, WDR, RBB und Arte.
Gefördert von BKM, MDM, MBB und DFFF.
Verleih: Across Nations
Weltvertrieb: The Yellow Affair by Newen Connect.

 

Der Roman ist bei ULLSTEIN erschienen.


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